Naturerlebniszentrum Elbepark Hebelei
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PAPRIKA UND CHILI - GEMÜSE DES JAHRES 2015 und 2016
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PAPRIKA UND CHILI - GEMÜSE DES JAHRES
2015 und 2016

Die Paprika und Chili stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und haben es, wie die Pute und viele andere Nutzpflanzen und -tiere Christoph Kolumbus zu verdanken, dass sie 1492 nach Europa gekommen sind. Inzwischen gibt es Paprika in allen Teilen der Welt in über 300 Sorten! Paprika gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind in ihrer ursprünglichen tropischen Heimat mehrjährig. In gemäßigten Breiten werden sie aufgrund des Frosts meist nur ein einziges Jahr. Paprikasorten können von 20 cm bis 3m hoch werden. Die Blüte hat eine Sternchenform mit weißen, gelben oder violetten Blütenblättern. Der älteste Nachweis der Nutzung ist auf 5000 bis 7000 v.Ch. datiert. Das heißt also die Pflanze war schon vor der Ankunft Kolumbus kultiviert und so brachte er Chilipflanzen anstelle des gesuchten Pfeffers mit nach Spanien, weshalb man auch Spanischer Pfeffer zur Chilipflanze sagt. Von dort ist das Gemüse nach Deutschland und 1569 ins Paprikaland Ungarn gelangt. Aus Ungarn stammt auch die bei uns benutzte Bezeichnung "Paprika".

Die Frucht enthält sehr viel Vitamine C und wird auch wegen der Schärfe als Gewürz überall auf der Welt geliebt. Der Verdünnungsfaktor, der notwendig ist um die Schärfe vollständig zu neutralisieren heißt Scoville. Der normale Gemüsepaprika hat 0-10 Scoville. Jalapenosschoten haben 8000 Scoville und Habaneros bis zu 500 000 Scoville. Wer denkt schärfer gehts nicht wird staunen, den die Sorte "Caroline Reaper" macht mit 2,2 Millionen Scoville den Rekord.
PAPRIKA UND CHILI - GEMÜSE DES JAHRES
2015
PAPRIKA UND CHILI - GEMÜSE DES JAHRES
2015
Viele Säugetiere und wir Menschen können süß, sauer, salzig und bitter wahrnehmen. Schärfe ist aber keine Geschmacksempfindung sondern eine Schmerzwahrnehmung und wird durch den in Chilischoten befindlichen Stoff Capsaicin ausgelöst. Dieser wiederum soll die Pflanze eigentlich davor schützen, dass sie von Säugetieren gefressen wird, weil Säugetiere beim Kauen die Samen zerstören würden. Vögel hingegen schlucken die Samen und können sie über weite Strecken verteilen, weshalb die Chilipflanze sich wiederum so angepasst hat, dass das Capsaicin nicht an den Schmerzrezeptoren von Vögeln andockt und somit sie nicht davon abhält, dass die Schoten gefressen werden.

Nur ein Säugetier namens Mensch lässt sich nicht vom scharfen Capsaicin abschrecken und trug die Pflanze in viele Teile der Welt. Bereits die Indianer nutzten Chili bei Zahnschmerzen und gegen Arthrose, sie regeln den Appetit, regen den Stoffwechsel an und sind gut gegen Muskelverspannungen. Bei falscher Anwendung können Chilis jedoch auch Magenkrämpfe verursachen und zu Kreislaufproblemen führen.

Weitere Infos erhalten Sie des weiteren unter www.nutzpflanzenvielfalt.de. Dies ist die Homepage des Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. !


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